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Faszientraining

Zahlreiche sportwissenschaftliche Studien der vergangenen Jahre belegen: Das Gros der Überlastungsschäden im Sportbereich beruht nicht auf Problemen mit Muskelfasern, Knochen oder Bandscheiben, sondern auf dem Versagen des faserigen, kollagenen Bindegewebes unseres Bewegungsapparates - den sogenannten Faszien.

Genau hier setzt das Faszientraining an: Gezielte und richtig dosierte Belastungsreize stärken diese wichtigen Strukturen, die beim herkömmlichen Kräftigungs- oder Cardio-Training oft zu kurz kommen. Das Faszientraining aktiviert die Faszien und fördert ihre Versorgung mit Nährstoffen. Langfristig hat das eine ganze Reihe von positiven Effekten auf den Körper: Die allgemeine Beweglichkeit nimmt zu, das Verletzungsrisiko sinkt deutlich, und der Körper regeneriert sich insbesondere nach intensiver sportlicher Betätigung merklich schneller.

Ein äußerst angenehmer Nebeneffekt des Faszientrainings ist zudem, dass damit unangenehme Schmerzen verschwinden können. Denn: Viele Beschwerden des Bewegungsapparats entstehen durch Triggerpunkte - kleine Knoten in der Muskulatur, die wiederum Schmerzen an anderen Stellen im Körper verursachen können und in der Regel von Fehlbelastungen im Alltag oder allgemeinem Bewegungsmangel herrühren. Faszientraining eignet sich hervorragend, um diese Verspannungen und Verklebungen zu lösen und damit auch die Triggerpunkte und ihre schmerzhaften Folgen zu beseitigen.

Flossing

Eine ganz besonderer Therapieansatz rund um die Faszien ist das Flossing, das sich inbesondere dann anbietet, wenn man in seinen Bewegungen eingeschränkt ist.

Beim Flossing werden Extremitäten mithilfe eines elastischen Bandes straff umwickelt und das Muskelgewebe wenige Minuten lang komprimiert und unter fachkundiger Anleitung aktiv oder passiv durchbewegt. Wird nun das Band wieder gelöst, durchspült das Blut das Gewebe des jeweiligen Arms oder Beins höchstintensiv und versorgt es bis in die tiefen Schichten mit wichtigen Nährstoffen. Ein "Schwammeffekt" tritt ein, begleitet von den gleichen positiven Effekte wie das herkömmliche Faszientraining: Verklebungen und Triggerpunkten lösen sich auf, während Beweglichkeit und muskuläre Elastizität zunehmen.

Training mit der Blackroll/ Faszienrolle

Zu den beliebtesten und vielseitigsten Hilfsmitteln beim Faszientraining zählen spezielle Rollen aus Schaumstoff mit unterschiedlichen Härtegraden - die sogenannten Faszienrollen. Sie eignen sich nicht nur für zahlreiche Übungen, die das Bindegewebes stärken, sondern ermöglichen auch effektive Selbstmassagen, die Druckschmerzen lindern und die Durchblutung anregen. 

Schröpfen

Das Schröpfen ist eine Anwendung aus dem Bereich der Naturheilkunde, bei der der Therapeut der kleine Gefäße aus Glas oder Kunststoff auf den Körper platziert und damit einen Unterdruck erzeugt. Das regt - wie bei einer Bindegewebsmassage - die Durchblutung des Gewebes an und aktiviert den Lymphstrom, lockert Verspannungen und löst Blockaden.

Massageglocken

Der Einsatz von Massageglocken ist ein einfaches und effektives Faszientraining, das ebenfalls mit Unterdruck arbeitet. Spezielle Miniaturausführungen dieser glockenförmigen Hilfsmittel machen es möglich, auch kleinere Körper- und Hautbereiche wie Hände, Füße oder kleinere Gelenkpartien zu behandeln. Der Unterdruck entsteht durch leichtes Zusammendrücken und anschließendem Loslassen der Silikonglocken. Dieser Massageffekt löst Verspannungen, verbessert die Blutzirkulation und fördert den Lymphfluss.

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